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Wer
Barcelona zum ersten Mal besucht, sollte zunächst das Castell de
Montjuic anfahren. Zu Fuß, mit Bus oder Auto oder mit einer
Seilbahn aus dem Hafenviertel kann man die Burg aus dem 18.
Jahrhundert erreichen. Unter Franco wurde das Castell zum Symbol
der grausamen Unterdrückung der Katalanen: hier wurden
katalanische Politiker im Auftrag des Regimes hingerichtet. Die
Burg beherbergt heute ein Militärmuseum und bildet den Gipfel
des Montjuic, der 173 m hoch über der Stadt thront.
Von hier
aus bietet sich ein toller Ausblick: zur Linken ragt das Dach
des Palau Nacional, der das nationale katalanische Kunstmuseum (MNAC)
beherbergt, aus den Baumwipfeln hervor. Mittig blickt man auf
die Sagrada Familia, die, höher als die umliegenden Gebäude und
von noch höheren Baukränen umrahmt, aus dem Stadtbild
hervorsticht. Ein Stückchen weiter rechts ist der Torre de Agbar
zu sehen, der entfernt an einen Phallus erinnern könnte. Die
Fassade aus Glas und Aluminium schimmert im Sonnenlicht,
dahinter verbergen sich Büroflächen. Das 32-stöckige Bauwerk ist
in Barcelona durchaus umstritten: während die einen von Kunst
sprechen, sehen andere darin eine Verschandelung des
Stadtbildes. |

Castell de Montjuic |
Zur Rechten
blickt man auf den Hafen. Im Vordergrund thront Kolumbus auf der ihm
gewidmeten, begehbaren Säule, rechts davon sind die künstliche
Hafeninsel und im Hintergrund die Hochhäuser des Olympiahafens zu
sehen.

Blick auf Barcelona
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Sagrada Familia
(links), Torre de Agba (Mitte)
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Blick auf Barcelonas
Hafen
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Der Palau Nacional de
Catalunya
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Die Sagrada Familia |

Kunst oder
Verschandelung? Der Torre de Agba |
Auf dem
Montjuic befindet sich das Estadi Olímpic Lluís Companys, das nach
dem 1940 durch das Franco-Regime auf dem Berg hingerichteten
Politiker (er war 6 Jahre lang Präsident Kataloniens) benannte
Olympiastadion der Stadt.
Am Fuß des
Bergs aus Hafensicht liegt die Fundación Joan Miró. Die Stiftung
öffnete 1975 ihre Tore für die Öffentlichkeit und zeigt Werke dieses
bekannten katalanischen Künstlers. Darüber hinaus wird dem Wunsch
Mirós Folge geleistet, zeitgenössischen Künstlern ein Forum für
Ausstellungen zu bieten. Über 14.000 Kunstwerke lassen sich in dem
Museum besichtigen, darunter Bilder, Skultpturen, Textilien und
Keramiken, die von Miró gestaltet wurden. Auch das Gebäude selbst
ist sehenswert: auf zwei Etagen werden die Werke ausgestellt, auf
dem Dach sind Skulpturen zu sehen. Neben dem Haus schließt sich ein
Garten an, der ebenfalls einen kurzen Besuch wert ist
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Fundación Joan Miró
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