Barcelona: Modernisme


Startseite


Gardasee (Westufer)
Einleitung
Limone
Toscolano-Maderno

Gardone Riviera
Salò

Teneriffa
Einleitung
Allgemeine Infos

Der Norden
Das Inselzentrum
Der Westen und
der Süden

Literatur und Links

Barcelona
Einleitung
Montjuic
Kathedrale, Rambla
und Hafen

Modernisme
Sagrada Familia

Literatur und Links

Katalonien
Einleitung
Tarragona, Cambrils
Mont-roig, Escornalbou
Zisterzienser-Dreieck
Montserrat
Literatur und Links

Impressum

Allgemeine Reise-Links




 


Modernisme

Barcelona könnte Welthauptstadt des Jugendstils sein – in kaum einer anderen Stadt gibt es so viele Jugendstil-Gebäude wie in der katalanischen Metropole. Untrennbar mit dem Jugendstil, dem Modernisme Catalá, verbunden ist ein Name: Antoni Gaudí. Der 1852 im katalanischen Reus, einer sehenswerten 100.000 Einwohner-Stadt nahe Tarragona, geborene Architekt prägte ganz wesentlich die regionale Variante des Jugendstils.

Etwas verspielt wirken die Werke, die oft mit runden Abschlüssen, geschwungenen Linien und farbigen Elementen (teilweise Mosaike) versehen sind. Der Baustil löste in den 1880er Jahren unmittelbar die neugotische und –romanische Epoche ab, von der sich die Modernisme-Architekten deutlich distanzierten. Sein Ende fand der Jugendstil europaweit in den 1920er und 1930er Jahren, bedingt durch politische Umbrüche und den architektonischen Trend zur Schlichtheit.

In der Stadt selbst lassen sich entlang der Ruta del Modernisme, einem vom städtischen Tourismusbüro entwickelten Rundgang, die zentralen Modernisme-Bauwerke Barcelonas erkunden. Eines der wichtigsten Gaudí-Spätwerke ist die Casa Milà am Passeig de Gràcia. Dieses 1906 bis 1910 erbaute Haus gehört heute der katalanischen Bank La Caixa, die darin Kunstausstellungen organisiert. Seit 1984 ist das Objekt Unesco-Weltkulturerbe. Lohnenswert: ein Besuch auf dem Dach, wo weitere Bauelemente (Kamine und Belüftung) mit modernistischer Formgebung zu sehen sind.
 

Barcelona Modernisme Casa Mila

Casa Milà am Passeig de Gràcia
 

Barcelona Modernisme Passeig de Gràcia

Häuserzeile aus Modernisme-Gebäuden

Nur wenige Hundert Meter weiter Richtung Meer ist rechts der Straße eine ganze Häuserfront im Stil des Modernisme zu besichtigen:
  • Editorial Montaner i Simón (während meines Besuchs leider verhüllt)
     
  • Casa Batlló (Gaudí 1877, Umbau 1906), ein Haus, das mit geschwungenen Formen, einer farbigen Fassade und den charakteristischen, an die Form eines Unterkiefers erinnernden Balkonen auffällt
     
  • Casa Amatller (Josep Puig i Cadafalch, 1898), deren Fassade am Dach in Treppenform spitz zusammenläuft
     
  • Casa Lleo Morera (Lluís Domènech i Montaner, 1864, Umbau 1906)

Ende des 19. Jahrhundert wurde Gaudí beauftragt, einen Park schaffen, der öffentliche Gebäude und mehrere Wohnhäuser beheimaten sollte: den Parc Güell. Fertiggestellt wurde das Werk nie, trotzdem ist es sehenswert. Oberhalb der Stadt gelegen bietet sich von dort aus eine großartige Aussicht Richtung Meer, dem Hang abgerungene Gänge und Balkone führen durch das Areal. Den Eingang umgeben zwei Pavillons mit bunten Mosaik-Dächern, eine darüberliegende Terrasse eröffnet dem Besucher den Blick auf die Stadt.

Barcelona Modernisme Parc Güell

Gänge und Balkone im Parc Güell
Barcelona Modernisme Parc Güell

Die Eingangspavillons des Parc Güell