Barcelona: Sagrada Familia


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Sagrada Familia

Der Temple Expiatori de la Sagrada Familia ist das Wahrzeichen Barcelonas und Zeugnis ambitioniertester Pläne des Modernisme-Architekten Antoni Gaudí: 1882 sollte eine neogotische Kathedrale errichtet werden, die Bauarbeiten begannen bereits, als ein Jahr später Gaudí mit der Fertigstellung des Bauwerks beauftragt wurde. Er entwarf eine neue Kirche, die, auch noch nach heutigen Dimensionen beurteilt, ein gigantisches Bauwerk wäre. Mit 18 geplanten Türmen (aktuell sind acht niedrigere fertiggestellt), von denen der größte fast 170 m in den Himmel ragen soll, wäre die Kirche die höchste der Welt. Doch auch im aktuellen Baustadium (Fotos aus 7/2005) ist die Kiche einfach beeindruckend.

Barcelona Modernisme Gaudí Sagrada Familia

Die Weihnachtsfassade

Ihren Beitrag dazu leisten die beiden Seitenportale: Bereits 1904 wurde die unter Gaudís Leitung erbaute Weihnachtsfassade weitgehend fertiggestellt.
Sie stellt die Geburt Christi und seine Kindheit dar und verkörpert dabei eine Art „klerikalen Modernisme“: ausgeschmückte Darstellungen des Evangelium verbunden mit der typischen Formensprache des katalanischen Jugendstils.

Im Gegensatz dazu wirkt die West-Fassade kühl und reduziert, aber nicht weniger beeindruckend:
Sie wurde lange nach Gaudís Tod erbaut und in den späten 1980er Jahren vollendet. In moderner Formensprache wird die Passion Christi dargestellt. Eckige Figuren bilden die Leidensgeschichte nach, in jedem Bild findet sich ein Verweis auf die zugehörige Bibelstelle.

Beide Fassaden sollen nur die Seiteneingänge stellen, im Süden soll nach Plänen eine weitere, wesentlich größere den Haupteingang der Kirche bilden. Mit dem Bau wurde noch nicht begonnen.

 

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Die Passionsfassade

Gaudí selbst verstand die Kathedrale als Lebenswerk: 43 Jahre lang arbeitete er an dem Projekt, mehr als zehn Jahre lang soll er auf der Baustelle gelebt haben, der Unfalltod ereilte ihn 1926 auf dem Weg zur Sagrada Familia. Heute wird das Werk von einer Stiftung weitergeführt, die Finanzierung erfolgt größtenteils durch private Spenden und Eintrittsgelder. 

Auch wenn die lange Touristen-Schlange vor der Kathedrale zunächst abschreckend wird: die wohl eigenwilligste Baustelle Europas ist einen Besuch wert, dafür sind auch Wartezeiten von über eine Stunde und die Entrichtung eines Eintritts angebracht. Während sich im Inneren der Kirche nur erahnen lässt, wie das fertige Werk einmal aussehen soll, können beide Fassaden aus der Nähe studiert und bewundert werden. In der Krypta befindet sich die Grabstätte Gaudís, die Türme sind begehbar. Vor einem Besuch ist es sinnvoll, sich mit einem guten Reiseführer vorzubereiten, um die Fülle an sehenswerten Details überschauen zu können.

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Gigantisch: Größe des Vordachs der Passionsfassade
im Verhältnis zu den Besuchern
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Die heilige Familie an der Weihnachtsfassage


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Ankunft der drei Könige...


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...und Hirten

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Kreuzigung Jesu, Darstellung an der Passionsfassade

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Abendmahl

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Darstellung Christi an der Passionsfassade
 

 
Satellitenbild der Sagrada Familia



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