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Literatur
Für die Vorbereitung zuhause und das schnelle Nachschlagen vor Ort: ein guter Reiseführer kann die Qualität eines Urlaubs ganz entscheidend beeinflussen.

Barcelona bereiste ich mehrfach und mit verschiedenen Reiseführern, so dass ich einige Konzepte miteinander vergleichen kann. Besonders ans Herz gewachsen ist mir das kompakte Büchlein Vis a Vis - Barcelona und Katalonien (ich habe eine ältere Auflage) Mit einigen Background-Informationen über  Land und Leute, vielen Bildern und Zeichnungen ist er der ideale Reiseführer für einen Kurztrip. Bei längerem Aufenthalt oder intensiverem Interesse reicht er jedoch nicht mehr aus.
 
Dann empfiehlt sich dieses Werk: Müller Verlag - Barcelona, das Barcelona unterteilt nach den jeweiligen Stadtvierteln vorstellt. Die Hintergrundinformationen sind umfangreich und größtenteils informativ.

Eine schöne Einstimmung auf die Städtereise bietet der Merian - Barcelona und Costa Brava, der mit schönen Fotos für Vorfreude auf den Barcelona-Urlaub sorgt.

Darüber hinaus gibt es eine große Anzahl an Reise- und führern über Barcelona. Eine Übersicht sehen Sie hier:


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Neben klassischen Reiseführern gibt es auch Literatur katalanischer Autoren, deren Handlungen in Barcelona und Umgebung spielen. Die folgenden beiden Werke habe ich auf der Buchmesse 2007 entdeckt und später gelesen:

Solana, Teresa - Mord auf Katalanisch. Ein Barcelona-Krimi (Neuauflage): Zwei ungleiche Brüder betreiben mit mäßigem Erfolg ein Detektivbüro, der eine muss davon seine Familie ernähren, der andere lässt sich von einer reichen Dame finanzieren. Mit kleineren Jobs halten sie sich über Wasser, bis eines Tages ein einflussreicher Politiker einen Auftrag zur Beschattung seiner Gattin erteilt. Kurz darauf wird die Dame ermordet, und die beiden Möchtegern-Detektive müssen einen Mordfall aufklären. Nach vielen Wirrungen und Mißverständnissen kommt der Fall zu einem erfolgreichen Abschluss - und das Werk zu einem überraschenden Ende.
Voller Witz und Ironie beschreibt die Autorin die Arbeit der beiden Detektive und die Ansichten und Geheimnisse der elitären Gesellschaft Barcelonas. Von der ersten bis zur letzten Seite ist dieses Buch ein Genuss - und verschafft dabei Einblick in den Lebensstil der unterschiedlichsten Bevölkerungsschichten Kataloniens.

Eduardo Mendoza - Die Stadt der Wunder: Ende des 19. Jahrhunderts zieht ein junger Mann, Onofre Bouvila, aus einem katalanischen Dorf in die große Stadt Barcelona. Zunächst zerschlagen sich die Hoffnungen, eine erträgliche Arbeit zu finden, Onofre hat Probleme, seine Miete zu zahlen. Doch nach und nach gelingt es ihm, Fuß zu fassen: als Laufjunge politischer Gruppierungen beginnt der Aufstieg, am Ende wird er Barcelonas einflussreichster Mann. Untermalt wird die Geschichte von vielen historischen Fakten: die erste Weltausstellung erlebt Onofre noch als Jugendlicher, der seinen Platz in der Gesellschaft sucht. Die zweite Weltausstellung 1929 begleitet er als älterer Mann, der auf ein erfolgreiches Leben in der rechtlichen Grauzone zurückblicken kann.
Die Kombination aus einer spannenden (fiktiven) Biographie und historischen Fakten gelingt: der Leser gewinnt, gut unterhalten, Einblick in die Entwicklung Barcelonas zur Jahrhundertwende. Gleichzeitig erfährt man, dass das Verhältnis Kataloniens zur spanischen Politikelite in Madrid jahrhunderte lang unter Spannungen litt. Ein interessantes und unterhaltsames Werk.

 

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