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Tarragona
ist die über 140.000 Einwohner zählende Hauptstadt der nach ihr
benannten katalanischen Provinz, einer Verwaltungseinheit, die
entfernt vergleichbar ist mit den deutschen Regierungsbezirken.
Wirtschaftlich ist die Stadt vom wichtigen Handelshafen geprägt,
Niederlassungen regionaler und internationaler
Logistikunternehmen und
weitläufige Gewerbegebiete dominieren das Bild an den
Stadtgrenzen.
Bereits vor
weit über 2000 Jahren wurde die strategisch günstige Lage der
Stadt von den Römern erkannt, sie eroberten die Gemeinde im Jahr
218 v. Chr. und machten sie unter dem Namen Tarraco zur
Hauptstadt der römischen Provinz Ostspaniens. Spuren aus dieser
Zeit lassen sich an vielen Stellen in Tarragona besichtigen.
Direkt am
Meer liegt das römische Amphitheater, das im 2. Jahrhundert
erbaut wurde. Heute sind von dem ovalförmigen Bauwerk nur noch
Reste erhalten, die teilweise originalgetreu restauriert wurden.
Der interessierte Besucher kann die Sitzreihen, die Spielfläche
und die Gänge, durch die in früheren Zeiten Schauspieler, Tiere
und möglicherweise auch Gladiatoren geführt wurden, besichtigen.
Den antiken
Ursprüngen Tarragonas kann man auch im römischen Zirkus
begegnen: dort, wo in früheren Zeiten Wagenrennen stattfanden,
stehen heute größtenteils Wohnhäuser. Dennoch gelang es, einige
Überreste freizulegen und Besuchern zugänglich zu machen.
Weitere antike Bauwerke sind auf der „Römerroute“ Tarragonas zu
besichtigen, darunter auch Teile der Stadtmauer und ein Tempel.
Eine deutschsprachige Broschüre kann auf der Website Tarragonas
kostenfrei heruntergeladen werden (PDF-Format, s.
Literatur & Links).

Römischer
Zirkus
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Römisches
Amphitheater
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Mittelalterlicher
Teil der Stadtmauer |
Den
Stadtkern Tarragonas betritt man durch die alte römische
Stadtmauer, die in weiten Teilen noch im Originalzustand
erhalten ist. Im 16. und 18. Jahrhundert wurde der
Schutzwall ausgebaut und verstärkt.
Über
dem von kleinen Gassen durchzogenen Stadtkern thront die
etwas höher gelegene Kathedrale, die der heiligen Maria geweiht
ist. Im 12. Jahrhundert wurde zunächst mit dem Bau einer
romanischen Kirche begonnen, später flossen gotische
Elemente in das Bauwerk ein. Im 14. Jahrhundert wurde die
Kathedrale, deren Bauarbeiten wegen der wütenden Pest nie
ganz abgeschlossen wurden, eingeweiht.
Über
mehrere Treppen steigt man in die Altstadt mit ihren kleinen
Gässchen hinab. Das nicht übermäßig von Touristen bevölkerte
Stadtzentrum hat mit seinen kleinen Straßen, typischen
Stadthäuser und mittelalterlichen Überbleibseln einen
besonderen Charme. Kleine Fachgeschäfte und Bars reihen sich
aneinander und sind durchaus einen Besuch wert. |

Die Kathedrale
Santa Maria |
Etwas
außerhalb Tarragonas, an der N-240 Richtung Lleida, liegt ein
römisches Aquädukt. Zugang erhält man von einem kleinen Park
aus, das Aquädukt selbst ist begehbar. Es erstreckt sich auf
einer Länge von 217 m
in rund 26 m Höhe. Die zum Bau verwendeten Steinquader
wurden ohne Mörtel aufeinander gemauert, verliehen dem Bauwerk
aber trotzdem ausreichend Stabilität, um fast zwei Jahrtausende
zu bestehen. Das im 1. Jahrhundert n.
Chr. errichtete Aquädukt versorgte das römische Tarraco mit
Wasser aus dem Fluss Francolí.
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