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Mont-roig |
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Tourismus und katalanischer Alltag
prägen die Gemeinde Mont-roig: Während direkt am Meer eine
besonders bei Deutschen beliebte Urlaubs-Urbanisation mit Campingplatz den Namen Mont-roig
Bahia trägt, liegt das 10.000-Einwohner-Städtchen Mont-roig del
Camp einige Kilometer entfernt im Landesinneren. Die Bewohner
leben von der Landwirtschaft, arbeiten in (teilweise
tourismusnahen) Dienstleistungsberufen oder pendeln zu
Industrieunternehmen in Reus oder Tarragona.
Aus der
Gemeinde stammt die Familie Joan Mirós, auch er lebte einige
Jahre dort. Dabei entstanden auch Landschaftsgemälde, die heute
in Barcelona (Fundación
Mirò) zu besichtigen sind.
Im von Touristen kaum frequentierten Stadtzentrum
ist die für das Dorf überdimensioniert wirkende Iglesia nueva de
San Miguel Arcángel zu sehen. Sie wurde 1801 erbaut und ist
unter Einheimischen auch als Kathedrale von Baix Camp (so heißt
der Verwaltungsbezirk, zu dem Mont-roig gehört) bekannt. Eine
ältere, dem gleichen Heiligen geweihte Kirche dient heute unter
dem Namen „Centre Miró“ als
Kulturzentrum und informiert über
das Leben des Künstlers.
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Mont-roig del Camp |
Wer die
Aussicht über Mont-roig und die Küste genießen möchte, fährt am
besten zu einem nahegelegenen Kloster: von
Mont-roig aus der T-322 Richtung Colldejou folgend, biegt man
wenige Kilometer nach dem Ortsausgang rechts in eine einspurige,
kaum befestigte Straße ab. Ein kleines, leicht übersehbares
Schild weist auf die Ermita de la Mare de Deu de la Roca hin.
Der Legende
nach soll ein Pastor im Jahre 1153 ein Bildnis der Mutter Gottes am
Ort der späteren Einsiedelei aufgefunden haben. Deren Bau lässt sich
nach Auswertung historischer Dokumente auf einen Zeitraum zwischen
1230 und 1299 eingrenzen, sie soll der Überlieferung nach als
Kloster von Benediktinermönchen genutzt worden sein.
Von der auf
einem Felsen erbauten Ermita eröffnet sich eine tolle Aussicht: dem
Reisenden zu Füßen liegen das von Olivenplantagen umgebene Mont-roig
del Camp, zur linken sind Cambrils und Salou zu sehen, zur Rechten
erstreckt sich der Touristenort Miami Platja an der
Mittelmeerküste.

Über
Olivenplantagen thront die
Ermita de la Mare de Deu de la Roca |

Aussicht auf Mont-roig del Camp und die Küste |
Wenige
Kilometer nördlich von Mont-roig liegt der kleine Ort L’Arbocet,
erreichbar über die T-310 Richtung Reus. Zwar hat das Dorf einen
gewissen Charme, doch die eigentliche Attraktion ist das Restaurant
El Celler de l’Arbocet.
Saisonabhängig
variierte katalanische Küche auf sehr hohem Niveau und eine gute
Weinauswahl locken Gäste auch aus weiter entfernten Orten; die
Preise sind der Qualität entsprechend hoch – über die aktuellen
Ruhetage (Stand 05: sonntags am Abend, montags ganztägig sowie im
ganzen Oktober geschlossen) sollte man sich vorab informieren.
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Riudecanyes und El
Castell d’Escornalbou |
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Im
Hinterland von Reus liegt Riudecanyes, eine kleine Gemeinde mit
wenigen Hundert Einwohnern, die hauptsächlich von den
Erzeugnissen aus der Landwirtschaft leben.
Olivenplantagen prägen die Landschaft um das Dorf, unterbrochen
werden sie von einem Stausee, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts
errichtet wurde, um die benachbarten Gemeinden und die
Ackerflächen mit Wasser zu beliefern.
Wer ein
Blick auf das vom Tourismus weitgehend unberührte Leben der
Landbevölkerung werfen möchte, sollte einen Rundgang durch das
kleine, aber durchaus sehenswerte Dorf machen.
Der kleine
Laden der Landwirtschaftsgenossenschaft, die lokale
landwirtschaftliche Erzeugnisse, vor allem natürlich Olivenöl,
verkauft, ist einen Besuch wert (Spanisch-Grundkenntnisse
sollten aber vorhanden sein): dieselben Produkte kosten in den
Küstenorten meist mehr als das Doppelte. |

Landschaft bei
Riudecanyes |
Von Riudecanyes
aus führt ein schmales Sträßchen ins bergige Hinterland. Nach
einigen Kilometern und schönen Panoramen am Wegesrand gelangt man
zum Castell d’Escornalbou. Das einer Festung ähnelnde Kloster wurde
Ende des 12. und Anfang des 13. Jahrhunderts zu Ehren des heiligen
Michaels erbaut. Bis ins 19. Jahrhundert hinein nutzten zunächst
Augustiner-, später Franziskanermönche das Kloster. Anfang des 20.
Jahrhunderts wurde mit den Restaurationsarbeiten begonnen. Das
Kloster kann heute besichtigt werden, von oben eröffnet sich ein
schöner Blick auf die umliegenden Berge.

Von Bergen umgeben... |

...das Castell
d'Escornalbou
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