Südwestliches Katalonien: Mont-roig und Castell d'Escornalbou


Startseite


Gardasee (Westufer)
Einleitung
Limone
Toscolano-Maderno

Gardone Riviera
Salò

Teneriffa
Einleitung
Allgemeine Infos

Der Norden
Das Inselzentrum
Der Westen und
der Süden

Literatur und Links

Barcelona
Einleitung
Montjuic
Kathedrale, Rambla
und Hafen

Modernisme
Sagrada Familia

Literatur und Links

Katalonien
Einleitung
Tarragona, Cambrils
Mont-roig, Escornalbou
Zisterzienser-Dreieck
Montserrat
Literatur und Links

Impressum

Allgemeine Reise-Links



Mont-roig
Tourismus und katalanischer Alltag prägen die Gemeinde Mont-roig: Während direkt am Meer eine besonders bei Deutschen beliebte Urlaubs-Urbanisation mit Campingplatz den Namen Mont-roig Bahia trägt, liegt das 10.000-Einwohner-Städtchen Mont-roig del Camp einige Kilometer entfernt im Landesinneren. Die Bewohner leben von der Landwirtschaft, arbeiten in (teilweise tourismusnahen) Dienstleistungsberufen oder pendeln zu Industrieunternehmen in Reus oder Tarragona.

Aus der Gemeinde stammt die Familie Joan Mirós, auch er lebte einige Jahre dort. Dabei entstanden auch Landschaftsgemälde, die heute in Barcelona (Fundación Mirò) zu besichtigen sind.

Im von Touristen kaum frequentierten Stadtzentrum ist die für das Dorf überdimensioniert wirkende Iglesia nueva de San Miguel Arcángel zu sehen. Sie wurde 1801 erbaut und ist unter Einheimischen auch als Kathedrale von Baix Camp (so heißt der Verwaltungsbezirk, zu dem Mont-roig gehört) bekannt. Eine ältere, dem gleichen Heiligen geweihte Kirche dient heute unter dem Namen „Centre Miró“ als Kulturzentrum  und informiert über das Leben des Künstlers. 

Katalonien Mont-roig del Camp

Mont-roig del Camp

Wer die Aussicht über Mont-roig und die Küste genießen möchte, fährt am besten zu einem nahegelegenen Kloster: von Mont-roig aus der T-322 Richtung Colldejou folgend, biegt man wenige Kilometer nach dem Ortsausgang rechts in eine einspurige, kaum befestigte Straße ab. Ein kleines, leicht übersehbares Schild weist auf die Ermita de la Mare de Deu de la Roca hin.

Der Legende nach soll ein Pastor im Jahre 1153 ein Bildnis der Mutter Gottes am Ort der späteren Einsiedelei aufgefunden haben. Deren Bau lässt sich nach Auswertung historischer Dokumente auf einen Zeitraum zwischen 1230 und 1299 eingrenzen, sie soll der Überlieferung nach als Kloster von Benediktinermönchen genutzt worden sein.

Von der auf einem Felsen erbauten Ermita eröffnet sich eine tolle Aussicht: dem Reisenden zu Füßen liegen das von Olivenplantagen umgebene Mont-roig del Camp, zur linken sind Cambrils und Salou zu sehen, zur Rechten erstreckt sich der Touristenort Miami Platja an der Mittelmeerküste. 

Katalonien Mont-roig Ermita de la Mare de Deu de la Roca

Über Olivenplantagen thront die
Ermita de la Mare de Deu de la Roca

Katalonien Mont-roig del Camp

Aussicht auf Mont-roig del Camp und die Küste

Wenige Kilometer nördlich von Mont-roig liegt der kleine Ort L’Arbocet, erreichbar über die T-310 Richtung Reus. Zwar hat das Dorf einen gewissen Charme, doch die eigentliche Attraktion ist das Restaurant El Celler de l’Arbocet.

Saisonabhängig variierte katalanische Küche auf sehr hohem Niveau und eine gute Weinauswahl locken Gäste auch aus weiter entfernten Orten; die Preise sind der Qualität entsprechend hoch – über die aktuellen Ruhetage (Stand 05: sonntags am Abend, montags ganztägig sowie im ganzen Oktober geschlossen) sollte man sich vorab informieren.

 

 

Riudecanyes und El Castell d’Escornalbou

Im Hinterland von Reus liegt Riudecanyes, eine kleine Gemeinde mit wenigen Hundert Einwohnern, die hauptsächlich von den Erzeugnissen aus der Landwirtschaft leben.

Olivenplantagen prägen die Landschaft um das Dorf, unterbrochen werden sie von einem Stausee, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet wurde, um die benachbarten Gemeinden und die Ackerflächen mit Wasser zu beliefern.

Wer ein Blick auf das vom Tourismus weitgehend unberührte Leben der Landbevölkerung werfen möchte, sollte einen Rundgang durch das kleine, aber durchaus sehenswerte Dorf machen.

Der kleine Laden der  Landwirtschaftsgenossenschaft, die lokale landwirtschaftliche Erzeugnisse, vor allem natürlich Olivenöl, verkauft, ist einen Besuch wert (Spanisch-Grundkenntnisse sollten aber vorhanden sein): dieselben Produkte kosten in den Küstenorten meist mehr als das Doppelte.

Katalonien Montsant Riudecanyes

Landschaft bei Riudecanyes

Von Riudecanyes aus führt ein schmales Sträßchen ins bergige Hinterland. Nach einigen Kilometern und schönen Panoramen am Wegesrand gelangt man zum Castell d’Escornalbou. Das einer Festung ähnelnde Kloster wurde Ende des 12. und Anfang des 13. Jahrhunderts zu Ehren des heiligen Michaels erbaut. Bis ins 19. Jahrhundert hinein nutzten zunächst Augustiner-, später Franziskanermönche das Kloster. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde mit den Restaurationsarbeiten begonnen. Das Kloster kann heute besichtigt werden, von oben eröffnet sich ein schöner Blick auf die umliegenden Berge.

Katalonien Castell d'Escornalbou

Von Bergen umgeben...

Katalonien Castell d'Escornalbou

...das Castell d'Escornalbou