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Zisterzienser-Dreieck |
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Nicht nur
kirchengeschichtlich interessierte Reisende können Freude am
Besuch der Klöster des Zisterzienser-Dreiecks haben. Die zur
Ruta del Cister gehörenden Klöster Santa Maria de Poblet, Santes
Creus und Santa Maria de Vallbona, die in ihrer Geschichte,
ihrer Architektur und ihrer geografischen Lage unterschiedlicher
kaum sein könnten, öffnen interessierten Besuchern ihre Pforten.
Die drei
Zisterzienser-Klöster wurden in einem Gebiet gegründet, das im
8. Jahrhundert von Mauren erobert und 2 Jahrhunderte später von
Grafen Barcelonas wieder eingenommen wurde. Mit dem Ziel, für
Gottes Beistand zu danken, und als Symbol für den Sieg über die
muslimischen Krieger wurden die drei Klöster im 12. Jahrhundert
gegründet. Größere Kartenansicht
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Santa Maria de Poblet |
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Das Kloster
geht auf die Gründung durch den Grafen Ramon Bereguer IV. von
Barcelona im Jahr 1151 zurück. Später profilierte es sich als
kulturelles und geistiliches Zentrum der Region, insbesondere durch
seine umfangreiche Bibliothek. Darüber hinaus ist das Kloster die
letzte Ruhestätte von acht Königen und sechs Königinnen sowie
weiterer Adliger und erlangte dadurch die Bezeichnung
„Königskloster“. Seit 1991 darf das Kloster den Titel
„Weltkulturerbe der UNESCO“ tragen. Der Name Poblet leitet sich vom
lateinischen Wort populetum (Pappelforst) ab.

Santa Maria de Poblet
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Kreuzgang
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Altar der Hauptkirche
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Poblet gilt
als das größte Königskloster Spaniens und ist unter den
Zisterzienserklöstern Europas eines der größten und am besten
erhaltenen Bauwerke. Noch heute leben hier Mönche.
Während das
Kloster von außen noch romanische Elemente aufweist, sind das
Kirchenschiff und der Kreuzgang ausschließlich im gotischen
Baustil gehalten. Dabei ist der für zisterziensische Klöster
typische Verzicht auf vom Boden aufragende Dienste (für die
Gotik charakteristische Säulen) auffällig, der die gerade und
glatt gebauten Mauern schmucklos wirken lässt.
Das Kloster
kann üblicherweise in mehrsprachigen Führungen besichtigt
werden, diese führen durch das Kirchenschiff, den Kreuzgang, das
Dormitorium, die Bibliothek und zu weiteren Sehenswürdigkeiten
des Klosters.
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Bibliothek
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Santes Creus |
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Im Jahr 1152
wurde das Kloster gegründet, ein Umzug brachte die Mönche 1158 an
den heutigen Standort von Santes Creus. Obwohl die Gründung des Klosters
nicht auf die Grafenfamilie Barcelonas zurückzuführen ist, wurde es
königliche Grabstätte für
Peter, den Großen,
seinen Sohn, Jakob II., den Gerechten, und dessen Gattin Blanche von Anjou.
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Bereits bei
der Anfahrt ist das über der Gemeinde Aiguamúrcia liegende
Kloster zu sehen. Dabei erweckt es jedoch eher den Eindruck
einer Festungsanlage, denn das Areal wird von einer Schutzmauer
abgegrenzt. Die Anlage betritt man durch ein barockes
Eingangstor aus dem 18. Jahrhundert, ein breiter Weg geht
gerade auf den Placa Sant Bernat mit einem kleinen Brunnen zu.
Direkt dahinter befindet sich das Hauptschiff der Kirche, dessen
Fassade aus dem 13.Jahrhundert mit ihren Zinnen an eine Burg
erinnert. Daneben liegt der gotische Kreuzgang, der – für die
zisterziensische Architektur eher ungewöhnlich – schmuckvolle
Kapitelle und eine sehr leichte, verspielte Bauart aufweist.
Sehenswert ist auch der alte Friedhof, auf dem unter
Steinkreuzen und knorrigen Bäumen die verstorbenen Mönche und
Förderer des Klosters ruhen. Bekannt ist das Kloster darüber
hinaus für die in den Nebengebäuden verbauten schmalen
Steinsäulen, die verzierten Kapitelle und die ausgeschmückten,
von Hand geschnitzten Holzdecken.
Das seit 1835
nicht mehr bewohnte Kloster bietet Interessierten die
Möglichkeit, die Geschichte in einer Multimedia-Show geradezu
"hautnah" mitzuerleben. Einige Gebäude des Klosters können auf
eigene Faust erkundet werden.
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Die Klosteranlage
Santes Creus
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Barockes
Eingangstor
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Gotischer Kreuzgang |

Die Kirche des
Klosters |

Schmale Säulen,
verzierte Kapitelle und
Schnitzereien an der Holzdecke
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Santa Maria de Vallbona |

In
unterschiedlichen Baustilen erbauter Kreuzgang,
darüber der Turm der Klosterkirche |
Das Kloster
Santa Maria de Vallbona ist das einzige an der
Zisterzienserroute, das von Nonnen bewohnt wurde und wird. Die
Klostergründung zur Mitte des 12. Jahrhunderts wird einer
Anachoretengemeinschaft, die sowohl aus Männern als auch aus
Frauen bestand, zugeschrieben. 1175 schlossen sich die
weiblichen Angehörigen der Gemeinschaft dem Zisterzienserorden
an und bewohnten das Kloster allein. Schutz und Unterstützung
erhielten die Nonnen von den Königen Alfons I., dem Keuschen und
Jakob I., dem Eroberer.
Eindrucksvoll
sind die unterschiedlichen Baustile der Gebäude. Die Kirche
wurde mit Elementen aus der Gotik und der Romanik errichtet –
eine Besonderheit ist die für die Gotik untypische große Zahl an
Fenstern im Turm: sie sorgten für ausreichend Licht im
Altarraum. Der Kreuzgang wurde vom 12. bis zum 16. Jahrhundert
erbaut, verschiedene Baustile kamen dabei zur Anwendung.
Das Kloster
ist umgeben von dem Dorf Vallbona de les Monges, das im 16.
Jahrhundert entstand. Der Legende nach soll der Name „Vallbona“
(schönes Tal) gewählt worden sein, um Bewohner in die neue
Ortschaft zu locken, die die wehrlosen Nonnen im Falle eines
Angriffs verteidigen sollten. |
Auch heute noch
wird das Kloster von Zisterzienser-Nonnen bewohnt. Führungen (in der
Regel auf Spanisch) zeigen Kirche und Kreuzgang und liefern
spannende Hintergrundinformationen. Santa Maria de Vallbona gehört
nicht zu den touristisch stark frequentierten Orten, es dürfte eher
als Geheimtipp bezeichnet werden.

Romanischer Teil des Kreuzgangs |

Dorfsträßchen in
Vallbona de les Monges |
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