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Montserrat |
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Schroff
und steil erhebt sich das Montserrat-Gebirge (dt.: der
zersägte Berg) rund 40 km nördlich von Barcelona über das
flache Hinterland der Metropole. Die Sandsteinfelsen fallen
aus einer Höhe von bis zu 1.235 m über dem Meeresspiegel (Sant
Jeroni) fast senkrecht ins Tal des kleinen Flusses El
Llobregat ab, der in der Nähe des Flughafens von Barcelona
ins Meer mündet. Beeindruckende, fast dramatisch wirkende
Felsformationen können bestaunt werden, größter
Anziehungspunkt für Tausende Katalanen und Gäste aus anderen
Nationen ist jedoch das Kloster Monestir Santa Maria de
Montserrat.
Der
Legende nach findet der heilige Ort seinen Ursprung im Jahre
880, als eine Muttergottes-Abbildung in einer Grotte im Berg
gefunden worden sein soll. Erstmals urkundlich erwähnt wurde
er 8 Jahre später, es sollen vier Kapellen auf dem Berg
gestanden haben. Ein Kloster wurde an dieser Stelle erstmals
1025 von Abt Oliba gegründet, im 12. Jahrhundert wurden die
romanische Kirche erbaut und die schwarze Madonnenfigur
„unserer lieben Frau vom Montserrat“ geschaffen. Das Kloster
gilt seit Jahrhunderten als Pilgerstätte, auch der Heilige
Ignatius von Loyola besuchte im Jahr 1522 die Heiligenfigur
der Santa Maria de la Montserrat.
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Monestir Santa
Maria de Montserrat
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Hauptschiff der
Kirche, mittig über
dem Altar: die schwarze Madonna |
1811
wurde das Kloster fast vollständig durch Truppen Napoleons
zerstört, 1835 wurde ihm der letzte Besitz aberkannt, der
heilige Ort blieb bis 1844, dem Jahr des Wiederaufbaus, in
der Obhut nur eines Mönches. Doch auch der spanische
Bürgerkrieg sollte in den Jahren 1936 bis 1939 Unglück über
das Kloster bringen: die Mönche mussten das Kloster
verlassen, 23 von ihnen verloren ihr Leben. Lediglich der
Schutz der autonomen Regierung Kataloniens verhinderte eine
erneute Zerstörung des Klosters. Während Francos
Militärdiktatur war der heilige Ort auch Inbegriff der
katalanischen Kultur: es wurden Messen in der damals
landesweit verbotenen katalanischen Sprache gefeiert, die
Menschen sahen ihn als Symbol einer unterdrückten
katalanischen Identität. 1970 protestierten hier 300
Intellektuelle für die konsequente Anerkennung der Menschenrechte
durch die Diktatur.
Ziel
der Pilgerströme damals und heute ist die schwarze Madonnenfigur „unserer
lieben Frau vom Montserrat“, die 1881 von Leo XIII zur
Schutzpatronin Kataloniens ernannt wurde. Dargestellt ist
Maria mit dem Jesuskind auf dem Schoß. Beide haben ein
dunkles Gesicht und dunkle Hände und tragen eine Krone auf
dem Haupt, Maria hält in ihrer rechten Hand eine Kugel. Zu
sehen ist die Figur über dem Altar der Basilika, Pilger
können die Kugel küssen, sie ist der einzige Teil der Figur,
der nicht vor direktem Kontakt geschützt ist.
Lohnenswert ist auch, die Basilikafassade aus dem 19.
Jahrhundert und den gothischen Kreuzgang zu besichtigen.
Eine Bibliothek mit über 300.000 Werken und ein Museum mit
Gemälden bekannter spanischer Künstler öffnen ihre Türen für
interessierte Besucher. |
Atemberaubend sind die Ausblicke auf die das Kloster umgebende
Landschaft.
Beim Fußweg
vom Parkplatz zum Kloster gewinnt der Besucher jedoch zunächst den
Eindruck, er befände sich in einem der typischen Touristenorte: Reisegruppen bevölkern den Vorplatz, eine große
Cafeteria bietet Speisen und Getränke an und ein Souvenirshop
verkauft Artikel aller Art.

Steile,
schroffe Sandsteinfelsen
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Direkt am Abhang
steht das
kleine Kloster Sant Benet |
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