Teneriffa - Das Inselzentrum


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Candelaria

Hauptwallfahrtsort Teneriffas ist Candelaria. Die direkt am Meer gelegene neobarocke Basilica de Nuestra Señora de Candelaria, erbaut in den 1950er Jahren, ist das Ziel der kanarischen Pilger. In ihrem Innern befindet sich die schwarze Madonna von Candelaria, Schutzpatronin der Kanarischen Inseln. Die zu sehende Figur ersetzt das 1826 in einer Sturmflut untergegangene Heiligenbild, das der Sage nach vor der Eroberung Teneriffas an den Strand des heutigen Candelaria gespült worden sein soll. Infolgedessen sollen sich die Guanchen der Region zur Anerkennung der spanischen Eroberer und zur Annahme des christlichen Glaubens entschlossen haben.

Teneriffa Candelaria Wallfahrtsort

Neobarocke Basilika von Candelaria

Direkt am Meer stehen Büsten verschiedener Guanchenkönige, um die Basilika herum bieten Souvenirläden teilweise sehr schöne, teilweise aber auch fast schon „kitschige“ Heiligenfiguren an.
 

Teneriffa Candelaria Wallfahrtsort schwarze Madonna

Schutzpatronin der Kanarischen Inseln:
Die schwarze Madonna von Candelaria
 

 

Güímar

Mehr Fragen als Antworten erhält man beim Besuch der Pyramiden von Güímar. 1991 wurde der norwegischer Forscher Thor Heyerdahl (gestorben 2002) auf die Existenz pyramidenartiger Steinaufschichtungen auf Teneriffa aufmerksam und begann, diese im Hinblick auf seine Theorie eines „weltumspannenden Pyramidenbaus“ (Ägypten – Teneriffa – Südamerika) zu untersuchen.

Die Pyramiden seien demnach von Guanchen (den tinerfinischen Ureinwohnern) zur Verehrung ihrer Gottheiten errichtet worden, Ähnlichkeiten mit Bauwerken in Ägypten und Mexiko deuteten auf einen nicht dokumentierten Austausch der Kulturen hin (Heyerdahl selbst hat in nachgebauten, antiken Bootstypen mehrere Ozeanfahrten unternommen).

Demgegenüber stehen Funde an den Pyramiden, die eine Datierung auf das 19. Jahrhundert zulassen. Demnach könnte es sich um eine Anhäufung von Steinen handeln, die örtlichen Landwirten bei der Bestellung der Felder im Weg lagen – ein These, der Heyerdahl vehement widersprach.

Auch für Verbindungen mit Freimaurern wurden Indizien gesehen, diese Meinung hat sich in der Wissenschaft jedoch nicht durchgesetzt.

Der Zugang zum Pyramidenpark kostet 10 EUR Eintritt (Stand 7/08), in einem Besucherzentrum werden die Theorien Heyerdahls und seine weiteren Forschungsexpeditionen auf Tafeln und in einem mehrsprachigen Film (auch deutsch und englisch) dokumentiert.

Teneriffa Güímar Pyramiden

Steinhaufen oder rituelle Stätten der Guanchen?
Die Pyramiden von Güímar

Auch wenn es schwerfällt, sich ein eigenes Bild von der historischen Einordnung dieser Bauwerke zu machen, ist ein Besuch durchaus empfehlenswert. Im Voraus empfiehlt sich jedoch ein Blick auf den Wikipedia-Artikel, um die im Besucherzentrum dargestellten Theorien kritisch bewerten zu können.